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«Rund­schau»-Mo­de­ra­tor San­dro Brotz (47) spricht im «Glar­ner­hof» über sein In­ter­view mit dem sy­ri­schen Dik­ta­tor Ba­schar el As­sad – und be­ant­wor­tet Fra­gen des Pu­bli­kums.

von Martin Meier (SO)

Ausverkauft müsste es heissen, wenn der Eintritt nicht gratis gewesen wäre. Die Anna-Göldi-Stiftung hat sich zum Ziel gemacht, sich unentgeltlich, zusammen mit Amnesty International, für die Menschenrechte einzusetzen: mit Protagonisten, die dasselbe tun. Mit Aushängeschildern wie «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz, der sich nicht erst seit dem Interview mit dem syrischen Diktator Baschar el Assad einen Namen geschaffen hat. Der Journalist beschäftigt sich seit Längerem mit dem Justizmord an Anna Göldi: «Einem Thema, das ins Schulbuch der Schweiz gehört», ist Brotz überzeugt, der sich aber vor allem mit den Menschenrechten der heutigen Zeit auseinandersetzt. Kein Bildschirm trennt das Publikum am Donnerstag im «Glarnerhof» von jenem Mann, der vor Kurzem einem Kriegsverbrecher die Hand schüttelte. 100 000 Tote, Millionen auf der Flucht, das ist die vorläufige Bilanz des Massakers in Syrien. «Alles lief wie im Film ab» «Es ist etwas völlig anderes, vor der Kamera zu stehen, als vor Publikum zu sprechen.»

 

TV-Profi: «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz (rechts) wird befragt von Fridolin Elmer – und dem Publikum. Bild Sasi Subramaniam

Brotz erzählt, wie das Interview mit dem Diktator zustande kommt, wie er nach Damaskus reist, in der bewachten Residenz ankommt, in welcher der Machthaber schon wartet. «Plötzlich öffnete sich die Tür – und alles lief wie im Film ab.» Brotz steht im Blitzlichtgewitter – vor Assad. Die Nervösität weicht erst, als er ihm die Hand schüttelt. Die Begrüssung sei von syrischen Fotografen und Kameraleuten festgehalten worden. «Ich wollte nicht, dass sie die ‘Rundschau’ ausstrahlt.» Den Glarnern zeigt er sie trotzdem. Auch private Bilder: vom Markt beispielsweise. Brotz erzählt, wie die Menschen versuchen, damit Normalität herzustellen. «Obwohl niemand etwas kaufte, wurden die Stände täglich frisch aufgestellt. Für einmal ist es dann nicht der Fernsehmoderator, der die Fragen stellt, sondern das Glarner Live-Publikum. «Nein: Ich durfte Assad jede Frage stellen. Abgemacht war nur, dass das Gespräch in seiner ganzen Länge ausgestrahlt wird», antwortet er dann zum Beispiel.

Brotz wird wiederkommen: zum Skifahren nach Braunwald und zur Landsgemeinde 2017. «Moment – den 7. Mai muss ich mir jetzt gleich aufschreiben.»

Anlässlich der Anna-Göldi-Tags 2016 konnte das Ausstellungskonzept der Firma Raumprodukt im zukünftigen Anna-Göldi-Museum einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Die Realisierungsphase soll nach den Sommerferien beginnen.

Hier ein erster Eindruck der Ausstellung:

Die Presse schreibt darüber:

Kulturelle Begegnungsstätte mit nationaler Bedeutung

Nach der Vergabe des dritten Menschenrechtspreises im vergangenen Jahr stehen am Anna-Göldi-Gedenktag 2016 das Konzept der neuen Ausstellung sowie das Fundraising für das künftige Museum im Zentrum.

Der Gedenktag findet am Samstag, 18. Juni 2016 im «Hänggiturm» Ennenda/Glarus statt. Beginn 10:00 Uhr. Standort Anna-Göldi-Museum (Hänggiturm Ennenda) 

Hänggiturm Ennenda (Foto Kanton Glarus, Samuel Trümpy Photography)
(Kanton Glarus, Samuel Trümpy Photography)

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Einladung resp. der Medieninformation. Medienvertreter melden Sich bitte mit beigelegtem Formular an.

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