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Die wichtigsten Stationen der Rehabilitierung     

  • Juni 2007: Der Näfelser Autor Walter Hauser erhebt in seinem Buch "Der Justizmord an Anna Göldi" die Forderung nach der Rehabilitierung der "letzten Hexe". Zuvor hatte die Regierung Hausers Rehabilitierungsbegehren schriftlich abgelehnt
  • Sommer 2007: Mit Unterstützung der Anna Göldi-Stiftung reicht der damalige Ständerat Fritz Schiesser (FDP) eine Motion ein mit dem Ziel, Anna Göldi zu rehabilitieren. Die Glarner Regierung und die evangelische Landeskirche lehnen das Begehren erneut ab, obwohl auch sie von einem "Fehlurteil" sprechen.
  • November 2007: Der Landrat, das Glarner Kantonsparlament, erklärt die Motion gegen den Willen des Regierungsrates für erheblich und erteilt diesem den Auftrag, die Rehabilitierung von Anna Göldi vorzunehmen
  • Juni 2008: Der Glarner Regierungsrat und die beiden Landeskirchen beantragen die Rehabilitierung von Anna Göldi. Erstmals wollen auch sie aus dem "offensichtlichen Fehlurteil" die Konsequenz ziehen und die in Glarus hingerichtete Magd 226 Jahre nach ihrem Tod "begnadigen."
  • 27. August 2008: Der Landrat folgt dem Vorschlag der Regierung einstimmig und erklärt Anna Göldi als unschuldig. Sie ist damit vollkommen rehabilitiert.

 Magd sitzend

Erklärung der Anna-Göldi-Stiftung

Wir möchten dem Regierungsrat, den Landeskirchen und dem Landrat des Kantons Glarus für die gestern beschlossene Rehabilitierung von Anna Göldi danken.
Es handelt sich um die erste Rehabilitierung einer sogenannten "Hexe" durch ein Parlament.

Selbstverständlich wird Anna Göldi auf diese Weise nicht wieder lebendig. Aber sie erhält die Ehre zurück, die ihr 1782 durch ein krasses Fehlurteil entrissen wurde. Die Rehabilitierung hat mehr als symbolische Bedeutung, sondern ist ein klares Bekenntnis zu Menschenrecht und Menschenwürde auch in unserer Zeit. Dafür wird sich die Anna-Göldi-Stiftung auch in Zukunft einsetzen.

Mollis, 28. August 2008

Landrat GL

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