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Inhalt

Das Leben der Anna Göldin ist ein einziger Lauf von Rückschlägen und wieder aufraffen.

Geboren wurde die "letzte Hexe“ der Schweiz im August 1743 als Kind von armen Bauern in der Gemeinde Sennwald, im heutigen St. Gallen, unter der Herrschaft der Zürcher Vögte. Doch zuerst stirbt ihr Bruder an der Roten Ruhr, dann erliegt der Vater einer Verletzung, die er sich bei der Arbeit zugezogen hat. Der Familie wird fast alles weggenommen, trotzdem muss sie, auf Geheiss des Vogts, einen Knecht anstellen. Das Geld wird dadurch noch knapper, so dass Anna aus der Schule genommen wird. Als sie dann vom Knecht belästigt wird, beschliesst man, sie in eine Anstellung als Magd zu einem anderen Bauern zu geben. Nach einigen Dienstjahren gelingt es ihr eine Stelle beim Pfarrer Breitninger in Sennwald zu bekommen. In dieser Zeit lernt sie Jakob Roduner, einen Tischlerlehrling, kennen, der ihr Freund wird und vom dem sie wenig später ein Kind erwartet. Doch Jakob verlässt sie, indem er zur Holländischen Armee geht. Die Pfarrersleute merken nicht, dass Anna schwanger ist und so gebärt sie alleine in ihrer Kammer. Doch das Kind stirb in der folgenden Nacht und sie wird als Kindsmörderin angeklagt, wobei sie mit einer Strafe von Peitschenhiebe und sechs Jahren Hausarrest im Elternhaus davonkommt. Da ihre Eltern tot sind geht sie zu ihrer Schwester Barbara. Nach drei Jahren flieht Anna zu ihrer Base Katharina. Nachdem sie ihre Strafe abgesessen hat, zieht sie nach Glarus, wo sie eine Stellung als Magd bei der Familie Zwicki bekommt. Der Sohn des Hauses, Melchior, und Anna verlieben sich. Sie wird erneut schwanger. Melchior wird von seiner Mutter verboten eine Magd zu heiraten und Anna geht fort nach Strassburg. Auch ihr zweites Kind stirbt.

Dann wird sie von den Tschudis in Glarus angestellt. Die Stellung gefällt ihr, obwohl Doktor Tschudi ihr schöne Augen macht und Anne-Miggeli ein Kind ist, das sehr viel Aufmerksamkeit braucht. Doch dann findet man Stecknadeln in den Milchtassen und Anna wird beschuldigt sie in die Milch getan zu haben. Sie läuft ins Rathaus um zu sagen, dass die unschuldig ist, doch man hört ihr nur halb zu. Anna wird gefeuert und sie geht zur Base Katharina nach Werdenberg. Doch von dort wird sie vom Landvogt vertrieben, so dass sie nach Sax zu ihrer Schwester Barbara wandert. Kaum dort angekommen, wird sie gewarnt, dass ein Glarner Läufer hinter ihr her ist, so flieht sie nach Sennwald und von dort über St. Gallen ins Toggenburgische, wo sie unter falschem Namen eine Stellung bei einem Wirt bekommt. Schlussendlich wird sie von einem Gast verraten und muss gefesselt mit dem Weibel und dem Läufer nach Glarus zurückwandern.

Dort kommt sie sofort ins Gefängnis. Denn während ihrer Flucht hat sich der Zustand des nun nadelspuckenden Kindes verschlimmert. Als Anna ihre Schuld auch nach langem Gefängnisaufenthalt nicht gestehen will, wird sie gefoltert, um das Geständnis aus ihr herauszupressen. Schlussendlich wird sie am 18. Juni 1782 zum Tode durch das Schwert verurteilt.

Kritik

"Anna Gölidin - letzte Hexe" ist ein weiterer Beweis dafür, dass Eveline Halser eine geniale Autorin für historische Romane ist. Der Leser spürt förmlich ihr Interesse an Details und den Ehrgeiz so viel wie möglich aus historischen Tatsachen herauszuholen. Auch hier ist typisch, dass sie geschichtliche Dokumente in ihren Roman einbezieht. Dadurch, und durch die altertümliche Sprache des Dokuments, schafft es das Buch den Leser gedanklich in die damalige Zeit zu entführung.

Eveline Hasler: Anna Göldin - Letzte Hexe Deutscher Taschenbuchverlag, München 2007 CHF 12.90 220 Seiten ISBN 978-3-423-10457-9

 

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