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Eine Sonderausstellung im Anna Göldi Museum mit bewegenden Portraits aus der Schweiz regt an zum Gespräch über die Menschenrechte.

Ausstellungseröffnung mit Vortrag und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr

Im Anna Göldi Museum findet bereits gut fünf Wochen nach der Eröffnung eine erste Sonderausstellung statt.

Die vor zehn Jahren gegründete Anna Göldi Stiftung hat sich von Anfang an auf ihre Fahne geschrieben, dass sie sich im Bereich Menschenrechte engagieren will. Sie hat deshalb unter dem Namen Anna Göldi Auditorium eine Veranstaltungsreihe initiiert, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt und vergibt in unregelmässigen Abständen den Anna Göldi Menschenrechtspreis.

In der Schweiz überflüssig geworden?

Die Ausstellung „Mein Recht, meine Geschichte“ wie auch die Eröffnungsveranstaltung stellt Fragen zur Bedeutung der Menschenrechte. So etwa: Sind Menschenrechte in der Schweiz nicht überflüssig geworden? Denn, es geht uns doch gut hierzulande. Und: Menschenrechte spielen in unserem Alltag praktisch keine Rolle. Doch, stimmt das? Sind die Grundrechte nur in Ländern wie der Türkei oder Russland unter Beschuss? Oder könnten wir diesen Schutz in der Schweiz auch verlieren?

Die Informationskampagne „Schutzfaktor M“ zeigt mit dieser Ausstellung Menschen, die wissen, was es heisst, wenn die Menschenrechte nicht mehr gelten.

Ursula Biondi / Andrea Huber

Mit 17 und schwanger ins Gefängnis

Eine davon ist Ursula Biondi, die als 17-Jährige in ein Frauengefängnis gesperrt wurde, weil sie minderjährig schwanger war. Das war 1967. Aber auch heute sind die Menschenrechte nicht in Stein gemeisselt, wie andere Geschichten zeigen. Ursula Biondi, eine der Trägerin des Anna Göldi Preises für Menschenrechte, wird über ihre Erfahrungen sprechen.

Andrea Huber, die Initiantin von Schutzfaktor M, wird an der Ausstellungseröffnung ein auf die Fragen und Inputs der Gäste massgeschneidertes Referat halten. "Südostschweiz"-Redaktor Daniel Fischli konnte für die Moderation und Diskussionsleitung gewonnen werden. Menschenrechte schützen uns Die Ausstellung würdigt die bedeutende Rolle der Menschenrechte. Andrea Huber formuliert es so: „Die Menschenrechte sind die Basis unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Sie sind ein wichtiger Schutzfaktor. Denn sie schützen unsere Rechte als Bürgerinnen und Bürger, unsere Sicherheit und unsere Freiheit.“ Die Anna Göldi Stiftung und die Aktion „Schutzfaktor M“ laden die Bevölkerung ein, um über den Wert, Bedeutung und Bedrohung der Menschenrechte zu diskutieren.

Eröffnung mit Referat und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr im Anna Göldi Museum, Fabrikstrasse 9, Ennenda.

Die Sonderausstellung ist während den üblichen Öffnungszeiten vom 27. September bis Ende Oktober zu sehen. Der Eintritt zu diesem Museumsteil ist frei. Das Museum ist unbeheizt. Bitte der Witterung angepasste Bekleidung mitnehmen.

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